Impfungen und Reisemedizin

Impfungen sind mit die wichtigsten Errungenschaften der modernen Medizin, die zur höheren Lebensqualität und Lebenserwartungen in den letzten hundert Jahren beigetragen haben. Individuell möchte ich Sie über Sinn und Unsinn mancher Impfungen beraten.  Ich informiere Sie über wichtige Standardimpfungen für Erwachsene und Kinder, sowie über spezielle Impfungen je nach Ihren besonderen Lebensumständen, Vorerkankungen, Hobbies oder Reisen. Gerne stelle ich Ihnen für Reisen eine individuelle Reiseapotheke zusammen.  Sollten Sie in Ihrer Freizeit Sportarten nachgehen, die einer besonderen Leistungsfähigkeit bedürfen, untersuche und bescheinige ich Ihnen diese gerne (z.B. Tauchtauglichkeitsbescheinigung).

Noch kurz 3 aktuelle Impfempfehlungen:

Covid-19-Impfung

Liebe Patientinnen, liebe Patienten verständlicherweise erreichen mich täglich derzeit viele Fragen darüber, ob  und wann ich in meiner Praxis gegen COVID-19 impfen werde. Von politischer Seite wurde zwar beschlossen, dass niedergelassene Ärzte impfen sollen, jedoch sind die genaueren Umstände zur Umsetzung völlig unklar.  Sobald ich weiß , ob ich und wann ich Sie gegen Covid-19 impfen darf,  werde ich Sie selbstverständlich  per E-Mail oder über eine Veröffentlichung auf dieser Seite informieren. Selbstverständlich würde ich Sie gerne alle in meiner Praxis impfen. Wissen Sie bereits jetzt, daß Sie sich gerne in meiner Praxis impfen lassen möchten, sobald dies möglich ist, bitte ich Sie sich mit einer e-mail an  anzumelden.

Viele meiner Patienten wollen auch meine Einschätzung dahingehend wissen, ob ich zur Impfung rate. Ich kann das zu 100 % bejahen, egal mit welchem Impfstoff.  Ich habe viele auch junge Patienten, die vor mehr als einem Jahr an COVID-19 erkrankten und immer noch stark unter den Nachwirkungen leiden. Die m-RNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna sind sehr gute Impfstoffe. Der Impfstoff von AstraZeneca ist  ein guter Impfstoff, der zu 70% laut Studien vor einer Infektion , aber auch die restlichen 30% vor einer schweren Erkrankung schützt. Ich selbst wurde bereits im Februar im Rahmen einer Studie mit CureVac geimpft.

10.3.2021: Sollen Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben oder von COVID-19 genesen sind, geimpft werden?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19 genesen sind zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion und zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen  sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen nach Ansicht der STIKO v. 9.3.2021 im Regelfall etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden. Zur Sicherheit könnte ich in meiner Praxis Ihre Antikörper gegen Covid-19 bestimmen um eine Aussage über Ihre Immunität zu treffen.

„Ein Piks genügt“ (Ständige Impfkommission vom 9.3.2021):

Nach durchgemachter Infektion wird derzeit nur noch eine Impfdosis (AstraZeneca-, Biontech-, Moderna-Impfstoff) empfohlen

Bis eine Entscheidung darüber gefallen ist, ob ich  in meiner Praxis impfen darf, bitte ich Sie, sich unter folgendem Link im Impfzentrum zur Impfung anzumelden:

https://impfzentren.bayern

7.10.2020: Nachdem ich derzeit oft nach meiner Einschätzung zur Grippe-Impfung zu „Corona-Zeiten“ gefragt werden, hier meine Empfehlung:

Grundsätzlich empfehle ich Herz- und Lungenerkrankten oder anderen Risikopatienten dringend die jährliche Grippe-Impfung. Allen anderen erkläre ich, wenn sie es sich nicht leisten können im März zwei Wochen mit 40 Fieber im Bett zu liegen,  man sich impfen lassen sollte. Allerdings habe ich großen Respekt vor der Impfung, denn immer wieder erkranken Geimpfte nach der Impfung bis zu einer Woche mit hohem Fieber.

Dieses Jahr ist es natürlich eine besondere Situation mit COVID. Vor ein paar Monaten hatten wir noch Angst, dass COVID-19 und Influenza zusammen treffen und quasi „explodieren“. Die Erfahrung im Sommer auf der Südhalbkugel (was jedes Jahr als Referenz für unsere bevorstehende Grippewelle und den Impfstoff darstellt) hat aber gezeigt, dass dort Influenza dieses Jahr überhaupt keine Rolle spielt, da die Leute sowieso Abstand halten und sich vor einer Ansteckung schützen. Also: der Impfstoff ist in der Praxis vorrätig. Wenn Sie sich impfen lassen wollen, vereinbaren Sie bitte einen Termin. Aber Sie müssen bitte „top fit“ zur Impfung erscheinen, d.h. nicht übermüdet oder ohne das z.B. kleinste Halskratzen, sonst können Sie auf die Impfung wie oben beschrieben reagieren.

7.10.2020 Pneumokokkenimpfung:

Vermehrt erreichen mich derzeit Fragen bezüglich der Sinnhaftigkeit der Pneumokokken-Impfung und Notwendigkeit einer Auffrischung. Die Pneumokokken werden für circa 30-50 % der bakteriellen Superinfekte beziehungsweise bakteriellen Lungenentzündungen nach einem Virus-Infekt verantwortlich gemacht. D.h. zum Beispiel dass der Körper durch eine Influenza Erkrankung so sehr geschädigt wird, dass ein Bakterium in der Lunge wüten kann und zu einer bakteriellen Lungenentzündung führt , an der in Deutschland bezogen auf die Influenza circa 10-30.000 Menschen sterben. Zu Beginn der „Coronawelle“ wurde von den Politikern zur Pneumokokkenimpfung aufgerufen. Mittlerweile weiß man, dass die Gefahr der Covid-19-Erkrankung vor allem in einer überschießenden Immunreaktion besteht. D.h. vor allem die kleinen Gefäße entzünden sich aber auch das gasaustauschende Gewebe der Lunge. Dies hat aber nichts mit einer bakteriellen Super-Infektion zu tun. Daher weiß man mittlerweile, dass die Pneumokokken-Impfungen nicht unbedingt vor einem schweren Verlauf bei COVID-19 Infekt schützt.

Braucht man eine Auffrischung?  Es gibt verschiedene Impfstoffe. In meiner Praxis habe ich den polyvalenten Impfstoff Pneumovax (1 Impfdosis zu 0,5 ml enthält jeweils 25 Mikrogramm der folgenden 23 Pneumokokken-Serotypen: 1, 2, 3, 4, 5, 6B, 7F, 8, 9N, 9V, 10A, 11A, 12F, 14, 15B, 17F, 18C, 19F, 19A, 20, 22F, 23F, 33F.) verabreicht . Stand der Wissenschaft jetzt benötigt man mindestens 6 Jahre keine Auffrischung! Derzeit berät die ständige Impfkommission noch, ob  die Vorteile der Wiederholungsimpfung (Aufrechterhaltung des Schutzes gegen lebensbedrohliche Erkrankungen) die Nachteile (verstärkte Nebenwirkungen) überwiege. Auf jeden Fall hält die Impfung, die ich in meiner Praxis verabreicht habe mindestens sechs Jahre, wahrscheinlich länger oder lebenslang.